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Geistreiche Ergüsse in der Schmuddelecke

| Lesedauer: 4 Minuten
Tailor Tom mit Stiefelette Schnalle Tailor Tom Zwei Künstler verbünden Pornografie und Philosophie bei Max Mayer in Düsseldorf

Eigentlich müsste Max Mayer wohl ein Schild an seine Galerietür heften mit der Aufschrift „Nur für Erwachsene“. Doch weil Teenager Pornobilder heute ziemlich normal finden, dürfte das Material bei Düsseldorfs jüngstem Galeristen, Jahrgang 1985, ohnehin nur ein Grinsen über die Old-School-Ästhetik wecken, mit der hier erigierte Penisse, Gruppensex und diverse Körperöffnungen preisgegeben werden. Der Sohn des alteingesessenen Kunsthändlers Hans Mayer hat seine Galerie vor zwei Jahren im Stadtteil Flingern eröffnet und zeigt die Künstler der neueren Generation: zurzeit Nicolás Guagnini und Leigh Ledare.

Die Pornobilder haben die beiden New Yorker Schmuddelheften der 60er-Jahre entnommen und dann in 126 Bücher aus dem Olymp der Geisteswissenschaften eingeklebt: Dran glauben mussten etwa die Bibel, Albert Camus’ „Sisyphos“, Gaston Bachelards „Die Poetik des Raumes“ und Sigmund Freuds „Moses und Monotheismus“, Schriften von Martin Heidegger, Henri Bergson und – eine von immerhin zwei Frauen – Susan Sontag. Die Bücher sind sorgsam nebeneinander am Boden ausgelegt; runde Ausschnitte auf den Einbänden geben als Peepholes den Blick auf die Pornobilder preis. Auch auf den Wänden sieht man eine lange Reihe schwarzer, anwachsender Kreise hinter unverspiegeltem Glas: Wirkt der kleinste wie ein Türspion, sieht man am Schluss vor einem schwarzen Blatt nur noch sich selbst. Wer sich auskennt, erblickt darin einen Link zu Jacques Lacans Theorie vom Spiegelstadium oder auch zu Dan Graham, der seit den Sechzigern mit spiegelnden Architekturen über Raum als soziales Gefüge nachdenkt. Die Bodenskulptur ist ein Verweis auf den Minimal-Art-Pionier Carl Andre, der industriell gefertigte Metallplatten seriell am Boden platzierte – weniger als politisches Statement, sondern als Messlatte für Raum und Körper. Man merkt: Guagnini und Ledare kennen die Codes des intellektuellen Nährbodens, auf dem die Konzeptkunst der Gegenwart gedeiht.

Tom Tailor Stiefelette Schnalle Tom Tailor mit Nun ist das augenzwinkernde Zitieren von Werken älterer Künstler nichts Neues, sondern ein etwa 30 Jahre alter Witz, der seit den Anfängen der Appropriation Art immer wieder das Künstlergenie und dessen Originalitätsanspruch vom Sockel stoßen will. Doch Guagnini und Ledare geht es nicht nur um die Kunst selbst. Mit einem Zeitungsartikel greifen sie auch den Skandal um Carl Andre auf: In der Nacht zum 8. September 1985 stürzte dessen Ehefrau, die Künstlerin Ana Mendieta, aus dem 34. Stock ihres gemeinsamen Apartments in Manhattan. Bis heute ist nicht geklärt, ob sie versehentlich fiel, sich fallen ließ oder er sie schubste. Klar ist nur, dass beide an dem Abend ziemlich viel getrunken hatten und es zu einem Streit kam, bei dem sich Andre jede Menge Kratzer zuzog. Drei Jahre dauerte es bis zum Prozess wegen Mordes, dann erfolgte der Freispruch aus Mangel an Beweisen. Mit dieser Story, lakonisch gespiegelt im Ausstellungstitel „Ana and Carl and Some Other Couples“, wollen die Künstler im Sinne Nietzsches auf das Klischee vom apollinisch-dionysischen Gegensatz zwischen Mann und Frau und damit auch auf konträre ästhetische Kategorien verweisen: Mendietas Body Art versus Andres Stahl- und Backsteinreihen.

Fragt sich nur: Wozu diese Story? Die Arbeit wäre nämlich auch dann interessant, wenn sie den Kontrast zwischen Sinn und Sinnlichkeit nicht an diesem tragischen Todesfall festmachen würde. Die Idee, grafisch dankbare Vintage-Bücher als eine Art Brainfucking zu inszenieren und dazu schwarze Löcher auf die Wand zu setzen, die metaphysische oder eben auch metaphorische Sogkraft entfalten, braucht keinen aufgewärmten Skandal. Zumal Leigh Ledare bereits durch Nacktporträts seiner Mutter, die sich beim Beischlaf von ihm fotografieren ließ, seine eigene Tabu-Geschichte mitbringt. Die Tendenz vieler Gegenwartskunst, das Erdachte mit tonnenschwerer Verweislast aus Geschichte, Psychologie, und Naturwissenschaften zu überfrachten, kanalisiert sich so in einem Szeneereignis, das im Zuge von Mendietas jüngster Wiederentdeckung mehr als genug wiedergekäut wurde.

Sehr viel reizvoller ist dagegen die Art und Weise, wie Guagnini und Ledare das in eine Skulptur verwandeln, was Freud schon 1930 in seinem Essay „Das Unbehagen in der Kultur“ erklärte: Die Unterdrückung des Sexualtriebs durch die Kultur, die danach strebt, immer größere soziale Einheiten zu bilden – womit der Mensch Glück gegen Sicherheit, Rausch gegen Ratio eintauscht. Den westlichen Fußnotenkanon verbinden Guagnini und Ledare also mit dem, was in unserer Gesellschaft als das Triebhaft-Abseitige in der Schmuddelecke landet und absurderweise zugleich im Zentrum unserer Kulturproduktion steht. Pornobilder und Buchdeckel verschmelzen zur Kunst, die sich ja gern als Sehnsuchtsort der unterdrückten Triebe sieht – wenn nicht gerade etwas zu viele geistige Ergüsse von Heidegger, Kierkegaard, Engels und Co. in sie einfließen. Dann nämlich erstickt ihr dionysisches Potenzial daran wie … Aber das gehört in die Schmuddelecke.

Bis 25. Oktober

Modisch und absolut angesagt ist die Plateausandalette von Tom Tailor. Mit dem vielseitigen Schuh lassen sich stylishe Looks gekonnt unterstreichen. F眉r eine authentische Optik sorgt das Obermaterial aus angesagtem Textil. M眉de F眉脽e haben in dem komfortablen Damenschuh keine Chance denn das Innenmaterial ist ebenfalls aus tragefreundlichem Textil hergestellt. So sind auch lange Tage kein Problem. Der eingearbeitete Rei脽verschluss und der Schnallenverschluss gew盲hrleisten einen m眉helosen und schnellen Einstieg. Der angesagte Look wird durch die Schnallen unterstrichen die die Plateausandalette perfekt in Szene setzen. Die aus Synthetik hergestellte Laufsohle ist profiliert und strapazierf盲hig. F眉r ein komfortables Lauferlebnis ist damit auch an langen Tagen gesorgt. Zudem setzt ein toller Plateauabsatz den Schuh perfekt in Szene. Ob tags眉ber im B眉ro oder abends zum Essen gehen mit der Familie: Die vielseitige Sandale ist der perfekte Begleiter! Die tolle Plateausandalette von Tom Tailor verleiht jedem Outfit das gewisse Etwas.
Material & Produktdetails
Absatzh枚he In Gr. 37 ca. 8 cm
Plateauh枚he In Gr. 37 ca. 2 cm
Obermaterial Textil
Innenmaterial Textil
Stil elegant
Applikationen Schnalle
Besondere Merkmale mit Schnalle
Verschluss Rei脽verschluss Schnallenverschluss
Verschlussdetails verstellbar
Absatzart Plateauabsatz
Schuhspitze rund
Innensohlenmaterial Textil
Laufsohlenmaterial Synthetik
Laufsohlenprofil profiliert
Schuhweite normal
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